Meditation in Brandenburg nahe Berlin

Meditation in Brandenburg nahe Berlin

Willkommen

Willkommen auf der Buddha Retreat Seite. Informiert wird hier über ein Angebot zur Teilnahme an einem Meditationswochenende Retreat in Berlin - Brandenburg. Das Angebot zum Retreat erfolgt in Dankbarkeit gegenüber Buddha.

Buddha hat als Erster seinen Mitmenschen empfohlen Meditation und Achtsamkeit zu praktizieren, um sich der eigenen Lebensumstände bewußt zu werden und Freude (wiki: piti) selbstbestimmt zu entwickeln. Dieser Ansatz ist in den Traditionen europäischer Philosophie und Religion neu und wird seit ein paar Jahren über die Psychologie in der Verhaltenstherapie bekannter. Buddhas Lehre habe ich seit ersten Erfahrungen bei Berliner Meditationsangeboten ab Mitte der 80er Jahre (insbesondere der AZI), verschiedenen Retreats ab ca. 1990 (in Europa und Asien, 2 Jahre Aufenthalten in asiatischen Klöstern und indischen Ashrams) in verschiedenen Ausprägungen immer intensiver kennengelernt. Ein paar Jahre Koan-Zen mit Ama Samy waren auch dabei. Den benachbarten Hinduismus mit Ramesh Balsekar habe ich Mitte der 90er völlig unerwartet sehr schätzen gelernt.

Was ist also vor diesem Hintergrund der "spezielle" Ansatz dieses Retreatangebots? Es ist keinesfalls klinische Psychologie, noch autoritäre buddhistische Tradition, sondern der Wunsch einer modernen gelebten Spiritualität. Die Verbindung von klarem Denken und freudigem Staunen über die Welt. Das kann jeder sagen, aber wie ist unser Ansatz genau? Die Relevanz von Meditation und Achtsamkeit ist in der Präsentation der traditionellen buddhistischen Lehre im Zeitgeist durch Buddha formuliert worden. Wie man diesen Zeitgeist heute interpretiert erfolgt unterschiedlich. Nehmen wir den wichtigen Begriff Karma. Im Buddhismus unterscheiden sich die späteren tibetische Ausarbeitungen von denen des Theravada/Buddha und Zen präsentiert ironisch das verwendete intellektuelle Niveau. Unsere heutigen Begriffe und das Verständnis von genetisch bedingtem Verhalten sowie Instinkten, Prägungen und kindlicher Konditionierung sind unser Zeitgeist, der damals in Indien nicht vorhanden war. Buddha zählte diese menschlichen Rahmenbedingungen schlicht zum "Karma". Das Karma als "eine Person" war wie eine gedankliche Momentaufnahme der bedingten Entstehung dieser Person (wiki: paticca-samuppada). Im Westen arbeiteten wir traditionell bis nach 1900 mit religiösen und philosophischen Gedankenmodellen, wenn wir über uns nachdachten. Es gibt dort keine überzeugenden Vergleichsmöglichkeiten zu Buddhismus. Sich mit religiösen und philosophischen Themen groß auseinanderzusetzen war zudem nicht die Empfehlung des Buddha. Es sei denn es wird dort Unsinn behauptet, der die eigene Lebensqualität beeinträchtigt. Er legte Wert auf eine sehr gute Kenntnis von unserem Körper, den Gefühlen, der Wahrnehmung, dem Denken und dem Bewußtsein (wiki: skhandas). Das wird auch durch moderne Wissenschaft vermittelt - in der Theorie. Aber für uns persönlich relevant ist die Praxis/das Leben/der Alltag. Die Praxis ist unser tägliches Leben: wir entscheiden, wie wir uns entwickeln und sind selbst die Entwicklung und eben nicht ein Gedankenmodell! Da wir lebendig sind und älter werden, verändern sich zudem permanent die Rahmenbedingungen (wiki: anicca). Wer also beispielsweise trotzige Reflexe aus der Kindheit auch mit 40 noch pflegt wird aus diesem Gefühlsrahmen kaum rauskommen. Für das resultierende Dauergenervtsein sind bei diesen Personen natürlich andere Schuld. Die schlichte menschliche Reaktion die Ursache für eigenes Unwohlsein außen zu sehen, scheint unbekannt zu sein. Ein Anspruch die eigene Persönlichkeit kennenzulernen und zu entwickeln, etwa anhand der Aussagen von Buddha oder für die Psychologie Jane Loevinger, wird kaum herausgebildet. Stattdessen wird passiv über die Medien als Film oder Buch Fremderleben konsumiert. Das ist nicht schlimm, aber eben jeder Eindruck wird in unserem Gehirn gespeichert und verarbeitet. Über länger Zeit meditativ nur auf das eigene Lebendigsein fokussiert zu sein erscheint den meisten völlig sinnlos - warum nur? Wir üben Sammlungsmeditation, bei Interesse können die entscheidenden eigenen Erfahrungen gemeinsam reflektiert werden.

Um die Vielfalt des hiesigen Angebots zur Meditation zu erhöhen, bieten wir das Retreat an. Denn es macht einen Unterschied, welches Geistestraining mit welchem Hintergrund zur Verfügung steht. Wir praktizieren selber unser Angebot als "spirituelles" Trainingscamp. Das Retreat ist für Leute, die Erfahrung mit Meditation haben und ihre Praxis intensivieren wollen. Wir leben nicht von Meditationsangeboten. Ich habe einen Studienabschluss Wirtschaftswissenschaften der FU und arbeite in der freien Wirtschaft. Wir versuchen ein angenehmes Retreat zu gestalten nach dem Motto: friends serving friends. Wir freuen uns.

Gert Seglitz

Meditationswochenende in Brandenburg
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