Gefühle - unser Alltag

Retreat in Brandenburg nahe Berlin

Glück

Für viele ist Glück schlicht der Sechser im Lotto, also rechnen sie eigentlich nicht damit und denken darüber nicht nach. Buddha lehrte, wie man eine angenehme entspannte Situation für sich herstellt, wie man in der Meditation Glücksgefühle erlebbar macht und bei rechter Einsicht man das Glück vollständiger Befreiung erreichen kann. Buddha empfiehlt Gleichmut und warnte vor Trägheit und Schlaffheit. Sein Allheilmittel ist Achtsamkeit gegen das gedankenverlorene Dahindämmern in den üblichen Alltagsroutinen, das dem glücklichen Erleben strahlender Bewusstheit entgegensteht. Und er betonte, dass man für die Meditations-Praxis die Alltagswelt mit ihren üblichen Formen der Glückserwartung (Geld, Macht, Sex, Familie, Eigentum) außen vor lassen soll. Man legt mit der Praxis Wert auf den aktuellen Moment, Glück ist der Weg.

Buddha hat das Wohlgefühl kultiviert. Er kennt Schönheit und Frieden. Das Wohlgefühl ist Ausgangspunkt von Buddhas Weg zum Erwachen, wie er schildert: "Ich erinnerte mich, dass ich einst, als mein Vater, der Sakyer, beschäftigt war, im kühlen Schatten eines Rosenapfelbaums saß und dort mich frei fühlte von Wünschen und Sorgen, frei von dem Verlangen nach Sinnengenüssen und von unheilsamen Regungen, und die mit Nachdenken und Forschen verbundene, von Freude und Wohlbehagen erfüllte erste Stufe der Sammlung erreichte und ich dachte: Dies könnte der Weg zum Erwachen sein."

Bei der Buddha-Lehre ist unbedingt zu beachten: zum Verständnis reicht ein Studium der Schriften und damit rein theoretisches Wissen überhaupt nicht. Der Wissenserwerb beim achtfachen Pfad ist vergleichbar mit einer guten Handwerkerlehre: nur grundsätzliche Theorie und viel Praxis. Buddha kannte die Kraft sozialer Gewohnheiten und empfahl kontinuierliche Achtsamkeit, Ergründung der Wahrheit, Tatkraft, Freudigkeit, Ruhe, Meditation und Gleichmut zu entfalten. Ein Retreat gibt die Chance Gefühle ohne Alltagsbegegnungen möglichst unvoreingenommen länger zu beobachten. Bei intensiver Fokussierung in der Meditation erlebt man tiefes Glücksgefühl abseits des sozialen Belohnungssystems. Praktische Übungsformen zur Beeinflußung der Gefühle erfolgen über die Brahmavihara. Das deutlich konzipierte Spektrum von Meditation ist einzigartig im Buddhismus und steht undogmatisch allen zur Verfügung! Wer sich theoretisch ausführlicher zu Gefühlen informieren möchte, dürfte etwa bei Holodynski: "Emotionen - Entwicklung und Regulation" besser als bei späteren buddhistischen Interpretationsbemühungen aufgehoben sein. Computermodelle und emotionspsychologische Forschung geben uns so einfache, wie interessante Gefühls-Gleichungen an die Hand.

Meditationswochenende in Brandenburg
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