Literatur

Retreat in Brandenburg nahe Berlin

Buddha Studium

Buddhas Lehrreden zu studieren ist notwendig und erst einmal besser als Bücher über Buddhismus oder etwa vom Dalai Lama zu lesen. Manche können nicht so viel Zeit auf das Studium verwenden, daher ein kleiner Hinweis. Einen guten Einblick in die Lehre vermitteln die ersten 10 Lehrreden des Buddha der mittleren Sammlung (internet pali kanon). Die ungewohnte Präsentation von Buddhas Worten hat verschiedene Gründe. Es war ursprünglich vor 2500 Jahren eine rein mündliche Tradition ("auswendiglernen") mit erwartbaren Fehlleistungen. Es gab Ergänzungen bis es kodifiziert wurde. Deutsche Übersetzer haben zu den alten Worten verschiedene Auffassungen, ich empfehle Kurt Schmidt als Übersetzer, wenn man es etwas "plausibel" überarbeitet wissen will. Wie man in Zweifelsfällen an Lehrreden herangehen kann, haben die Buddhisten ebenfalls Hinweise, etwa Mittlere Sammlung Nr. 103. Buddha hat ein verbales Spezialistentum abgelehnt, was man der übersichtlichen Konzeption seiner Lehre: der 4 Wahrheiten (inkl 8 fachen Pfad) und bedingte Entstehung (bei der später bzgl. Wiedergeburt nachgearbeitet wurde) ablesen kann. Leider können kaum westliche Buddhisten diese wenigen Aspekte auswendig aufzählen, erstaunlich. Auf die eigene Autorität zielt die Kalamaer Sutra Nr. 66 aus der angereihten Sammlung. Die sieben Erleuchtungsglieder kultivieren, das ist eigentlich "alles", wenn man ganz wenig Worte möchte. In den Jahrhunderten mit aktivem buddhistischem Geistesleben in Indien gab es naheliegend verschiedene Auffassungen worauf es bei der Lehre ankommt und diese Auffassungen wurden noch später von Gelehrten zu "Denkschulen" systematisiert. So findet sich bei Wikipedia "Vijnanavada (Bewusstseinslehre), auch Cittamatra (Nur-Geist) oder Yogacara (Yoga-Praxis) genannt, ist eine von Asanga und Vasubandhu ca. im 4. Jh. gegründete philosophische Schule des Mahayana-Buddhismus. Die zentrale Lehre dieser Schule besagt, dass alle wahrnehmbaren Phänomene nur auf Grundlage des Geistes entstehen und als solche substanzlos sind. Infolgedessen werden alle Wahrnehmungen als geistige Projektionen eingestuft." Das ist heutzutage Stand der Wissenschaft, also nichts Neues. Das Buch "der Baum der Erkenntnis: die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens" von Maturana /Varela ist bei philosophischen Interessen eher geeignet als diese etwas holprig strukturierte buddhistische Philosophie vermeintlich abgrenzbarer Denkschulen. Wenn im Zen Huang Po von "Nur Geist" spricht, dann geht es jedoch wiederum um Erleben und keine Denkschule.

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