Literatur

Retreat in Brandenburg nahe Berlin

Buddha zu studieren

Buddha zu studieren ist notwendig und erst einmal besser als Bücher über Buddhismus oder etwa vom Dalai Lama zu lesen. Manche können nicht so viel Zeit auf das Studium verwenden, daher ein Hinweis. Einen sehr guten Einblick in die Lehre vermitteln die ersten 10 Lehrreden des Buddha der mittleren Sammlung (internet palikanon Kurt Schmidt als Übersetzer). Man kann die ungewohnte Präsentation von Buddhas Worten würdigen, wenn man bedenkt, daß das ursprünglich vor 2500 Jahren eine rein mündliche Tradition war.

Bei etwas mehr Zeit ist interessant zu forschen, wie Buddhismus in den Westen gekommen ist und wie es sich entwickelt hat. Von Anfang an irritierend fand ich bei der buddhistischen Lehrpräsentation die unerwartet ausgeprägte Unkenntnis von den Lehrreden des historisch durch Indien wandelnden und lehrenden Buddha beim Tibetischen- und Zen Buddhismus und zusätzlich seine Dauerabwertung als minderwertig. Beide Richtungen sind ohne die Lehre des Buddha, das heutige Theravada, völlig ohne Bezug, auch wenn über Jahrhunderte theoretisch hingebungsvoll versucht wurde sich abzunabeln - was noch in Indien passierte. Noch dazu pflegen die buddhistschen Richtungen keinen geistigen Austausch. Die Tibeter machen es jetzt ein wenig, seit sie in Tibet rausgeflogen sind und Geld brauchten.

Retreat in Brandenburg nahe Berlin

Im Rahmen der Beschäftigung damit habe ich die Auseinandersetzung in Buchform "Buddhas Nirvanafahrzeug" gebracht. Es ist ein roter Faden, der Besonderheiten von Theravada, Tibetischem und Zen Buddhismus hervorhebt. Ich habe dann dazu noch etwas westliche Ansichten dazugemengt. Ist, als Fazit gefragt, Buddhismus in Deutschland gut angekommen? Nein. Die Ausgangslage ist schlecht. Die Buddhistische Kultur wurde durch den Islam in Indien, in China und Tibet durch die Kommunisten gründlich zerstört. Außerdem erstarren Lehren in Traditionen. Die buddhistisch begeisterten Deutschen haben gleich Vereine gegründet und versucht alle Vereine in einem Verband zu versammeln der sogenannten Deutschen Buddhistischen Union mit gemeinsamer Satzung und Glaubenbekenntnis. Das evangelische Modell ist unverkennbar. Ansonsten hat man erst einmal brav alle Formen der buddhistischen Traditionen möglichst authentisch (als Deutsche/r kann man gar nicht anders) übernommen. Einzige Abweichung: gemäß dem Zeitgeist begeisterter Alt-68 er Linker mit, trotz Marx, religiösen Bedürfnissen, wurde von einigen Frauen die patriarchale Männerstruktur in den Traditionen des Buddhismus bemängelt. Andere Frauen haben dagegen, eher traditionell gesinnt, direkt die männlichen Qualitäten überprüft (bei Ole N. erfolgreich). Das "Hierarchische" und "Sexistische" bei den Resten buddhistischer Traditionen fanden die sexuell-revolutionären Buddhistinnen änderungswürdig. Hervorragend revolutionär war dann Ayya Khema, deren Persönlichkeit sich in der Einführung einer Traditionslinie im Theravada (was es dort prinzipiell nicht gibt) zeigte, die natürlich bei ihr selbst beginnt und so ein paar Eigenarten hat. Sylvia Wetzel ist die "Erfinderin" des deutsch-lesbisch-feministischen Buddhismus. Hilfreich erschienen ihr Göttinnendarstellung dem tibetischen Buddhismus zu entnehmen, sie lüftet verbal eine buddhistische 4-Schleier-Konzeption der Tibeter und qualifiziert deutsche Frauen als "Lehrtöchter". Nun die Männer. Der Oberprofi für die tibetische buddhistische Sicht zu "Leben und Sterben" ist Sogyal, dessen Praxis zu Leben seinem deutschen Zweig Rigpa deutliche moralische Kopfschmerzen bereitet hat. Woran man Sogyals Reinkarnation als Sterbeprofi erkennen wird, läßt sich nun leicht vorstellen, beim Ort tippe ich auf Monte Carlo. Genpo Döring ist aus dem DBU-Kosmos der Ehrwürdigen, Heiligen, Kostbaren recht tief abgestürzt, er war aber auch hoch gekommen. Den einzigen Buddha, der wie Supermann aussieht hat Triratna in Berlin, wer nach den sexuellen Vorlieben des Ordensgründers und ihrer fragwürdigen Umsetzung forscht, ahnt warum. Die DBU ist also ein wunderbares Beispiel für bedingte Entstehung und der verklärten Rangordnungsbildung in Religionen. Man versteht dadurch, warum Buddha explizit keine Autoritätslinie begründet hat. Bei uns geht nach hunderten von Jahren die Mönchsnummer mit der dogmatischen Überlegenheit der Mönche durch Zölibat einfach nicht mehr. Es ist auch längst zu bedenken gegeben, daß die Bemühung Vernunft und Tugend (das Gute, Wahre und Schöne) als Glück zu verkaufen eher "idealistisch" und damit latent unterwürfig/masochistisch sowie unnötig ist ("Ich kenne Zebras, die freiwillig hinter Gittern sitzen, um wie weiße Pferde auszusehen"). Auf einem Meditationsretreat ist Rangordnung und Sex absichtlich und sinnvoll ausgeschlossen. Ein buddhistisches Retreat soll nichts mit heilig zu tun haben,es geht um intensive Meditationspraxis.

Ausführlichere Informationen sind erst einmal auf einer extra Webseite zu finden. Bei Interesse bitte anklicken: Buddha Lehre

Meditationswochenende in Brandenburg
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